WORKSHOP-REIHE: GESELLSCHAFTSPOLITISCHE SPRACHBEGEGNUNGEN

liqa-demokratieverstaendnis

DETAILS

Oktober 2011:
Ein "Wahl-O-Mat" für Ägypten
(Universität Hamburg)

Dezember 2011:
Partizipation/Demokratie - I
(Ägypten/DAAD)

Mai und Oktober 2012:
Partizipation/Demokratie - II
(Ägypten/DAAD)

November 2013
Transformation/Teilhabe
(Tunesien/DAAD) 

März und Dezember 2013:
Partizipation/Demokratie - III
(Ägypten/DAAD)

Oktober 2014
Transformation/Teilhabe - II
(Tunesien/DAAD)

April und Oktober 2015
Transformation/Teilhabe - III
(Tunesien/DAAD)

April und Oktober 2016
Transformation/Teilhabe - IV
(Tunesien/DAAD)

Oktober 2016
Dialog in Jordanien
(Jordanien/DAAD)
 


Seit Oktober 2011 bietet LIQA in Kooperation mit der Universität Hamburg zu Themen wie Demokratieverständnis, Partizipation und kritische Mediennutzung im arabischen Raum an. Mit Unterstützung des DAAD konnten in den letzten fünf Jahren in etwa 80 Workshops über 2000 Ägypter*innen und Tunesier*innen an verschiedenen Germanistikabteilungen, deutschen Schulen, Kultureinrichtungen und anderen Instituten erreicht werden.

Den Workshop-Teilnehmenden soll dabei die Möglichkeit gegeben werden, sich Themen mit der Unterstützung der LIQA-Mitglieder selbst zu erarbeiten, sie zu analysieren und in der Gruppe zu diskutieren. Besonders Wert wird hierbei darauf gelegt, keine fertigen Meinungen oder Konzepte zu präsentieren, sondern Input, Hilfestellungen und Anregungen zu geben.

Mit verschiedenen Arbeitsmethoden (Textarbeit, Gruppenarbeit, Schaubildern, Collagen-Erstellung etc.) wird sich den relevanten Themen genähert und die Ergebnisse werden immer wieder zur Diskussion gestellt. Die Workshops sind jeweils an die politische Lage angepasst und orientieren sich an aktuellen Ereignissen und innergesellschaftlichen Diskussionen.


Die Workshop-Sprache ist Deutsch, bei Bedarf ist ein/e Übersetzer*in des LIQA-Teams anwesend. Zudem liegen die wesentlichen Texte auch in arabischer Übersetzung vor. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Themen lernen die Workshop-Teilnehmenden verschiedene Arbeitsmethoden kennen und machen sich mit politischen Begriffen der deutschen Sprache vertraut.

Wir haben großes Interesse daran, unsere Arbeit auch auf andere Länder im arabischen Raum auszuweiten. Falls Sie Interesse an einer Kooperation haben, schreiben Sie uns bitte.


Workshop-Beispiel: „Von der Vision zum Projekt“


Zu Beginn sammeln die Studierenden, was sie an ihrem Land positiv, was negativ finden. Dann schreibt jeder Teilnehmende ein konkretes Problem aus seiner Lebenswelt auf und teilt es im Plenum mit. Diese Probleme werden an der Wand zu Oberbegriffen (z.B. „Umwelt“, „Situation der Frau“, „Politische Freiheit“) geclustert. Die Teilnehmenden werden nach vorne gebeten und tauschen sich untereinander über die Probleme aus („Projektbasar“). Dabei sollen sie ein Thema auswählen, zu dem sie arbeiten möchten und sich in einer Gruppe von 3-4 Teilnehmenden zusammenfinden.

 
Nach der Pause gibt es einen längeren Input-Teil, in dem zunächst eingegrenzt wird, was ein Projekt ist, und dann beispielhaft durchgespielt wird, was man bei der Realisierung eines Projektes beachten muss. Die Überleitung zur nächsten Gruppenarbeit bildet ein Input zur Unterscheidung von Problem, Vision und Ziel.
 
Die Teilnehmenden finden sich wieder in ihren Gruppen zusammen und erarbeiten aus ihrem Problem eine Vision und danach ein strategisches Ziel, also einen realistisch umsetzbaren Beitrag zum Erreichen der Vision. Danach arbeiten sie anhand von „W-Fragen“ (Was? Wie? Für Wen? Wann? Wo?) an ihrem Projekt und visualisieren es auf einem Plakat. Die Plakate werden in verschiedenen Ecken des Raumes aufgehängt und reihum vorgestellt und diskutiert.

LIQA steht den Teilnehmenden auch nach den Workshops als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützt sie bei der Umsetzung der im Workshop geplanten Projekte.